Vom kleinen Festplatz zum Blumengarten
Ein lange wenig genutzter, von Bäumen umrahmter Platz ist zu einem Ort des Verweilens geworden. Ich habe die Fläche begradigt und den bestehenden Hügel erhöht, denn hier soll ein Wasserlauf entstehen. Sein leises Plätschern wird Atmosphäre schaffen und zugleich die Artenvielfalt fördern. Von diesem erhöhten Platz aus habe ich die Entwicklung meines Gartens begleitet, Pläne geschmiedet, Ideen verworfen und Visionen weitergedacht. Hier feiere ich Gartenfeste – unter dem Schutz alter Bäume, an gedeckten Tischen, mit Blumen, Lachen und Wärme im Herzen.
Gegenüber bietet ein großer Natursteinhaufen Lebensraum für die Zauneidechse, die sich von Insekten ernährt – auch von jenen, die sich an Gemüsepflanzen zu schaffen machen. Vögel finden hier ebenso Nahrung, Trockenmauer und Totholz schaffen geschützte Rückzugsorte. Selbst die ungiftige Schlingnatter zeigt sich gelegentlich. So entstehen wertvolle Nützlingsstrukturen – lebendige Kreisläufe direkt vor meinen Augen.
Auf diesem Platz wurde auch die Idee für meinen rund 400 m² großen Blumengarten geboren – sieben geschwungene Beete. Jede Staude habe ich bewusst ausgewählt: robust, winterhart, in Freilandkultur gezogen, ohne Chemie. Inzwischen sind hier weit über 1000 Pflanzen heimisch geworden.
Heute erfüllt eine summende, surrende Blütenfülle diesen Raum. Kräftige Farbklänge aus Gelb, Rot und Blau leuchten durch die Jahreszeiten. Im Herbst glitzern Tautropfen in den Spinnennetzen zwischen den stehen gelassenen Stängeln, die Insekten als Winterquartier dienen. Dieser Garten ist für mich ein Ort der Schönheit und zugleich ein lebendiger Lebensraum – der immer weiter wächst voller Hingabe und Freude